Tag 11: Dienstag, 29.07.2009

Auch am 11. Tag blieb das Wetter gut, sodass wir uns eine Wanderung zum Vettisfossen in der Nähe von Hjelle vorgenommen hatten. Vom Parkplatz Richtung Vettisfossen wandert man durch das sehr schönes Tal Utladalen, überquert mehrere Brücken, die teilweise sehr hoch über einen Fluss führen, und passiert bereits drei kleinere Wasserfälle.

Hätten wir vorher gewusst, dass es an diesem Tag zu warm ist und sich das auf dem Wanderweg zwischen den Bergen so extrem auswirkt, hätten wir vielleicht einen anderen Tag wählen sollen. Oft kam man sich wie in einem Ofen vor, da die Berge rings um das Tal zusätzlich aufheizten. Beim dritten Cafè auf dem Weg wählten wir zunächst einen falschen Abzweig – auf Anraten eines anderen Wanderers, der selbst schonmal dagewesen sein wollte. Nachdem wir rund 45 Minuten auf einem steilen, schmalen und schlecht zu laufenden Waldpfad im Berg hinaufstiegen, entschieden wir uns doch wieder umzukehren. Es sollte noch zwei Stunden weiter auf diesem Weg gehen, berichtete uns ein anderer Wanderer.

Als wir wieder unten am Cafè waren, sahen wir dann das Schild, dass wir gut eine Stunde zuvor übersehen hatten. Von dort aus sollte es noch eine gute halbe Stunde Fußmarsch sein. Doch der Weg war auch nicht unbedingt optimal. Festes Schuhwerk ist hier wie eigentlich immer in Norwegen sehr zu empfehlen, da man teilweise an Felsplatten hinunterlaufen und hinuntersteigen musste.

An einer Stelle sind provisorische Stahlseile und Gartenschläuche – ja Gartenschläuche ;) – als Unterstützung angebracht. Wir folgten weiter dem Weg, vorbei an einer Hängebrücke, und dann über ein Steinfeld. Der Weg führte uns in ein kleines Wäldchen und nach einigen Metern konnte man den Vettisfossen dann bereits auch sehen.

Einen alten Bekannten trafen wir auch wieder, nämlich den Wanderer, der uns zuvor in die falsche Richtung geschickt hatte. Unabsichtlich, sagte er und entschuldigte sich. Er wollte wohl auch erst den falschen Weg nehmen, als seine “Weggefährten” ihm dann sagten, dass es der falsche Weg sei.

Der Vettisfossen führte zu diesem Zeitpunkt relativ wenig Wasser, sodass der Anblick nicht so spektakulär war, als dass sich der mehrstündige Fußmarsch im Verhältnis dazu gelohnt hätte. Da waren die vorigen, kleineren Wasserfälle doch um einiges schöner gewesen. Also machten wir uns nach kurzer Zeit wieder auf den Rückweg, der durchaus schneller ging. Zum Fossen hin hatten wir – da es meist bergauf ging – gut 2,5-3 Stunden gebraucht, den Rückweg legten wir in knapp einer Stunde zurück.

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Trollstigen roeldalsveien-rv520-1.jpg Trollstigen Vallestadfossen