Stadlandet (Vestkapp)

Vestkapp
Vestkapp

Stadlandet in der Kommune Selje ist eine eine Halbinsel zwischen den Meeresbuchten Sildegapet im Westen und Vanylvsfjorden im Osten. Die Region ist für ihr raues Wetter bekannt, man sagt, es sei das härteste entlang der norwegischen Küsten und ist deshalb bei Seefahren berüchtigt. Auf beiden Seiten der Halbinsel findet man Sandstrände, wobei das eigentliche Plateau mit weiten Moor, sowie Gras- und Heideflächen bedeckt wird.

Der äußere Felsen auf 497 Metern heißt “Kjerringea” und wird auch als “Vestkapp” (Westkap) bezeichnet. Das Plateau ist Nord-Europas westlichstes Gebirgsplateau und liegt auf 62°11’18“ nördlicher Breite und 5°7’33“ östlicher Länge. Zum Vestkapp führt eine schmale Straße hinauf zu einem Parkplatz, von wo aus man weiter wandern oder einfach nur die herrliche Aussicht genießen kann. Bei unserem Besuch war das Wetter leider wechselhaft und windig, teilweise regnete es auch, sodass uns eine weite Aussicht teilweise verwehrt blieb.

Im anliegenden Vestkapphuset können Souvenire und kleine Stärkungen gekauft werden. Außerdem findet man rund um das Vestkapphuset einige Informationstafeln, die über die Gegend, oder historische Ereignisse und Legenden wie die Folgenden berichten.

Der Untergang der Sanct Svithun

Das Hurtigruten-Schiff “D/S Sanct Vithun” verließ am 30. September 1943 bei starken Südwest-Winden und rauer See die Stadt Ålesund, als es kurz vor der Bucht von Ervika von sechs britischen Flugzeugen angegriffen wurde.

Dabei wurde es von einer Bombe direkt vor dem Schornstein getroffen, woraufhin es in Brand geriet und vom Kapitän noch auf den Holm Kobberholmen vor Ervika gesteuert wurde. Die Einwohner des Ortes kamen den noch Überlebenden zu Hilfe, kämpften gegen die raue See und die hereinbrechende Dunkelheit. Es gelang ihnen, 75 Menschen vor dem Ertrinken zu retten, 60 Passagiere, Besatzungsmitglieder und deutsche Soldaten verloren jedoch ihr Leben. Heute hängt die Schiffsglocke Sanct Svithun in der örtlichen Kapelle.

Die Legende von Sanct Sunniva

Einer Legende nach soll die irische Königstochter Sunniva um das Jahr 960 n.Chr. mit drei Booten und ihren Gefolgsleuten geflüchtet sein, um der Heirat mit einem wilden Wikingerhäuptling zu entgehen. Die Boote wurden demnach durch Wind und Strömung zur Insel Selja südlich der Halbinsel Stadlandet getrieben, doch auch dort fand die Prinzessin keinen Frieden, denn die irischen Flüchtlinge wurden von den heimischen Bauern des Diebstahls von Haustieren bezichtigt. So baten jene Håkon Jarl, die Fremden zu vertreiben. Als er sich mit seinen Schiffen näherte, beteten Sunniva und ihr Gefolge zu Gott, er möge sie in der Höhle, in welcher sie Schutz gesucht hatten, begraben.

Es vergingen einige Jahre: Ola Trygvason, der das Christentum nach Norwegen brachte, hatte von merkwürdigen Dingen auf der Insel Selja gehört und so segelte er im Jahr 996 mit dem Bischof von Nidaros zu der Insel. Sie fanden einige Menschenknochen und die völlig unbeschädigte Leiche von Sunniva in der eingestürzten Höhle. Zu Ehren der Heiligen Sunniva wurde an diesem Ort um das Jahr 1100 herum ein Kloster gebaut.

Umgebungskarte

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