Trollstigen

Haarnadelkurven des Trollstigen
Haarnadelkurven des Trollstigen

Zwanzig Kilometer südlich von Åndalsnes in der Rauma-Kommune liegt eine der wohl bekanntesten Attraktionen Norwegens: Der Trollstigen.

Als Teil der Rv63 schlängelt sich die Straße mit etwa 9 Prozent Steigung in insgesamt elf Haarnadelkurven hinauf zur Passhöhe Stigrøra, umgeben von den Bergen Bispen (Bischof) auf 1.450 Metern, Kongen (König) auf 1.614 Metern sowie Dronninga (Königin) auf 1.701 m. Rund 400 Meter Höhendifferenz werden überwunden und ungefähr auf halber Höhe passiert man eine Brücke, unter welcher der 320 Meter hohe Wasserfall Stigfossen ins Tal hinunterstürzt.

Witterungsbedingt ist die Strecke nur in den Sommermonaten von Mitte Mai oder Anfang Juni bis Ende September geöffnet. Teilweise ist die Straße ziemlich schmal, manchmal beinah einspurig. Bei entgegenkommenden Verkehr gestaltet sich die Weiterfahrt an einigen Stellen durchaus schwierig, vor allem wenn einem Wohnmobile oder Busse entgegenkommen.

Aussichtsplattform und Parkmöglichkeiten

Oben auf der Passhöhe befindet sich ein groß angelegter Parkplatz, der während unseres Besuches im Jahr 2009 noch weiter ausgebaut wurde, sowie einige Souvenir-Lädchen.

Auch der Berggasthof „Trollstigen Fjellstue“ befindet sich hier oben auf 850 Metern Höhe, welcher von Ende Mai bis Ende August bewirtschaftet wird. Einige hundert Meter vom Parkplatz entfernt gelangt man zur Aussichtsplattform „Utsikten“, von wo aus man einen gesamten Überblick über den Trollstigen hat.Haarnadelkurven des Trollstigen

Historie

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Den Überlieferungen nach stellte der Pass über den Trollstigen seit Jahrhunderten eine wichtige Verbindung als Wander- und Handelspfad zwischen Sunnmøre und Romsdal dar. Demnach soll auch Olav der Heilige, welcher Norwegen das Christentum brachte, das Gebirge um 1028 mit seinem Gefolge überquert haben.

Als Hauptverkehrsstraße wurde der Trollstigen erstmals 1766 erwähnt. Im Februar 1891 beschloss man, mitten im Gebirge von Alnesreset aus hinunter ins Isterdalen befindliche Knutsetra einen Reitpfad anzulegen. Schon damals war der hiesige Straßenbauinspektor der Meinung gewesen, dass dieser Weg aufgrund der außerordentlichen Bedeutung für viele in der Region unbedingt gebaut werden müssen. Nicht zuletzt wurden sogar schon Vorteile für den Tourismus genannt! So begann man 1905 mit dem Bau des Reitpfades, der nach achtjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.

Im Jahr 1916 entschied die Regierung, eine befestigte Straße von Valdall hinüber ins Romsdal zu bauen. Diese wurde am 31. Juli 1936 nach achtjähriger Bauzeit feierlich von König Haakon VII. für den Verkehr freigegeben.

Stigfossen am Trollstigen

Fotogalerie

Umgebungskarte

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