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    Vettisfossen

    Mit einer Fallhöhe von 273 Metern ist der Vettisfossen im Utladalen Norwegens höchster unregulierter Wasserfall. Der Wasserfall stürzt im freien Fall über eine Talkante von der Hochfläche Vettismorki in die Tiefe. Die Straße zum Parkplatz in Hjelle wurde von den Arbeitern ehrenhalber gebaut und 1977 fertiggestellt. Sie ist Norwegens größtes Gemeinschaftsprojekt.

    Wanderweg zum Vettisfossen

    Die Wanderung beginnt am Parkplatz in Hjellen (Årdal), wobei es zwei Parkplätze gibt. Der weitere unten gelegene ist großzügiger angelegt, sodass Du hier auf jeden Fall einen Parkplatz finden wirst. Der zweite Parkplatz, welcher einige hundert Meter weiter liegt, fällt kleiner aus. Schon vom Parkplatz aus kann man den ersten Wasserfall, den Hjelledalsfossen (“der nächst gelegene”), sehen.

    Der Hjelledalsfossen ("der nächst gelegene") am Parkplatz in Hjelle
    Der Hjelledalsfossen („der nächst gelegene“) am Parkplatz in Hjelle

    Der Wanderweg führt weiter oben am bereits genannten zweiten Parkplatz vorbei und anschließend über eine Holzbrücke, die über den Fluss führt. Rechts der neuen Brücke kannst Du noch die alte Brücke sehen. Ein Stück weiter erreichst Du den Hof Hjelle Gård, wo Du im Sommer (20. Juni – 20. August) Kaffee und Waffeln kaufen und genießen kannst.

    Im weiteren Verlauf der Wanderung überquerst Du mehrere Brücken und stets erhältst Du an kleinen Infotafeln am Wanderweg Informationen über die Natur und sonstige Ereignisse, die in vergangenen Jahren im Utladalen geschehen sind.

    Hjelle Gård - Im Somme bekommt man hier Kaffee und Waffeln
    Hjelle Gård – Im Somme bekommt man hier Kaffee und Waffeln

    Du passierst den zweiten Wasserfall auf der Route, den Avdalsfossen (“der Schönste”) mit einer Fallhöhe von 173 Metern. Von dort aus zweigt ein kleiner Wanderweg nach links zum Hof Avdalen støl ab. Bis 1962 war der Hof noch bewohnt, heute kannst Du im Sommer norwegische Hausmannskost genießen und dort auch übernachten.

    Eine der Infotafeln informiert darüber, dass bis ins frühe 20. Jahrhundert der Weg auf der Ostseite des Tales entlang führte und dieser auch immer noch erkennbar ist. Allerdings war der Weg nicht ungefährlich und wegen Lawinengefahr des Öfteren gesperrt. In den 1870er-Jahren stürzte hier eine riesige Felskuppe im steilen Berg über dem Wanderpfad ab und zerschmetterte, sodass sich die circa 800 Meter lange Halde Storurdi bildete. Den Erzählungen nach soll ein Mann aus Vetti dies beobachtet haben.

    Der Avdalsfossen ("der Schönste") mit einer Fallhöhe von 173 Metern
    Der Avdalsfossen („der Schönste“) mit einer Fallhöhe von 173 Metern

    Im weiteren Verlauf kommst Du an einem kleinen Dorf mit einigen urigen Hütten vorbei und erreicht dann einige Zeit später Vetti Gard, ein kleiner Berghof für Wanderer.

    Hier ergeben sich für Dich zwei Möglichkeiten für den weiteren Verlauf der Wanderung:

    1. Dem Weg weiter in den Wald zu folgen, um den Vettisfossen von oben zu betrachten
    2. Oder zum Vetti Gard hinaufzugehen, von wo aus ein Schild den Weg zum Wasserfall (30 Minuten) ausschildert.

    Die erste Weg führt über einen sehr schmalen und teilweise steilen Weg den Berg hinauf und ist unserer Erachtens nur für geübte Wanderer geeignet. Letztendlich hast Du damit jedoch die Möglichkeit, das Spektakel von oben zu bestaunen.

    Folgst Du dem zweiten Weg, führt ein Weg durch einen kleinen Höhenzug verbunden mit einem steilen und steinigem Abstieg zur Utla hinunter. Im weiteren Verlauf lässt Du die Hängebrücke, die über den Fluss nach Stølsmaradalen führt, hinter Dir. Erst als Du fast direkt am Wasserfall bist, taucht dieser plötzlich zwischen den Bäumen und Sträuchern auf und stürzt aus 273 Metern in die Tiefe.

    Endlich angekommen heißt es dann, verschnaufen und pausieren, das Spektakel genießen und erleben. Toll!

    Auf dem Weg zum Vettisfossen

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    Tobias Steinickehttp://www.tobbis-blog.de
    Tobias und seine Familie sind begeisterte Norwegen-Enthusiasten, lieben die dortige wunderschöne Natur und fotografieren gerne.Weitere Informationen über Tobias findest Du auf seinem persönlichen Technik-Blog, Facebook oder Instagram

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